3D-Visualisierung

Talbrücke Sechshelden

Eine außergewöhnliche Brückenkonstruktion und anspruchsvolle Bauverfahren: Für Implenia haben wir den Rückbau und Neubau einer Fahrbahn der Talbrücke Sechshelden in einem rund fünfminütigen Film visualisiert. Durch die Verbindung von Bewegtbild und detaillierten 3D-Animationen werden komplexe Bauabläufe anschaulich und nachvollziehbar dargestellt.

Kunde

Implenia AG

Leistungen

3D-Visualisierung

Software

Blender, Unreal Enginge 5

Zeitraum

2025 – 2026
Ausgangslage

Die Herausforderung.

Die Talbrücke Sechshelden erstreckt sich in einer markanten S-Form über den gleichnamigen Ort und stellt besondere Anforderungen an die Planung und Umsetzung der Baumaßnahmen. In rund 25 Metern Höhe, oberhalb der bestehenden Bebauung und der Bahnstrecke, müssen Rückbau und Neubau unter anspruchsvollen räumlichen Bedingungen erfolgen. Ziel des Projekts war es, die aufwendigen Bauverfahren und die umfangreiche Planung hinter den Maßnahmen verständlich und visuell ansprechend zu vermitteln. Besonders die komplexen technischen Baupläne und die unterschiedlichen Bauphasen stellten hohe Anforderungen an die Visualisierung. Die Herausforderung bestand darin, aus umfangreichen Planungsunterlagen eine schlüssige Darstellung zu entwickeln, die sowohl technische Details als auch den Gesamtzusammenhang der Baumaßnahme verständlich macht.
Lösung

Unser Ansatz.

Um die komplexen Bauabläufe möglichst anschaulich darzustellen, kombinierten wir klassische Videoproduktion mit eigens entwickelten 3D-Animationen. Auf Grundlage der technischen Baupläne rekonstruierten wir relevante Bereiche der Brückenkonstruktion digital und visualisierten ausgewählte Schritte des Rückbaus und Neubaus. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Darstellung anspruchsvoller Bauverfahren. Dazu gehörten unter anderem der Rückbau der bestehenden Brücke mithilfe einer verschiebbaren Gerüstkonstruktion sowie die Schalungsarbeiten zur Herstellung der neuen Brückenpfeiler. Für die Animation setzten wir auf die Unreal Engine, um hochwertige Visualisierungen mit einem effizienten Rendering-Workflow zu verbinden. So entstand eine filmische Darstellung, die technische Präzision mit dynamischen Perspektiven und einer verständlichen visuellen Erzählweise kombiniert.
Von komplexen Bauplänen zur dreidimensionalen Brücke Bevor die ersten Animationen entstehen konnten, stand die intensive Auseinandersetzung mit den technischen Planungsunterlagen im Mittelpunkt. Über mehrere Tage analysierten wir die Baupläne, um Konstruktionen, räumliche Zusammenhänge und die einzelnen Arbeitsschritte nachzuvollziehen. Auf dieser Grundlage entstanden digitale 3D-Modelle, die als Basis für die spätere Animation dienten. Besonders wichtig war dabei, nicht nur die Brücke selbst abzubilden, sondern auch ihre besondere Lage über dem Ort und der Bahnstrecke zu berücksichtigen. Die dreidimensionale Darstellung ermöglicht Perspektiven, die mit einer klassischen Kamera kaum realisierbar wären. Dadurch lassen sich selbst komplexe Bauverfahren Schritt für Schritt nachvollziehen.

Bauverfahren sichtbar machen, die sonst verborgen bleiben

Ein besonderes Highlight der Produktion war die Visualisierung der verschiedenen Arbeitsprozesse direkt an der Brückenkonstruktion. Dazu zählt beispielsweise die Pfeilerkopfschalung, bei der die Herstellung der oberen Bereiche der Brückenpfeiler detailliert dargestellt wird. Auch das verschiebbare Gerüst für den Rückbau der Bestandsbrücke wurde in 3D umgesetzt, um die Funktionsweise und den Ablauf dieses Verfahrens anschaulich zu erklären. Durch gezielte Kamerafahrten, animierte Bauteile und unterschiedliche Blickwinkel wird deutlich, wie viele einzelne Arbeitsschritte hinter einer solchen Infrastrukturmaßnahme stecken. Die Animation macht damit nicht nur das spätere Ergebnis sichtbar, sondern vor allem den Weg dorthin.

Neue Möglichkeiten durch die Unreal Engine

Auch technisch bot das Projekt die Gelegenheit, unseren 3D-Workflow weiterzuentwickeln. Mit der Unreal Engine konnten wir neue Möglichkeiten für die Darstellung großflächiger Bauwerke und komplexer Animationsszenen nutzen. Ziel war es, die visuelle Qualität unserer Produktionen weiter zu steigern und gleichzeitig die Renderprozesse effizienter zu gestalten. Gerade bei umfangreichen 3D-Szenen mit vielen Bauteilen, Bewegungen und unterschiedlichen Perspektiven bietet eine leistungsfähige Echtzeit-Engine interessante Möglichkeiten. Die Kombination aus technischer Modellierung, Animation und anschließender Videobearbeitung ermöglichte es uns, die verschiedenen Bauphasen zu einer zusammenhängenden filmischen Darstellung zu verbinden.

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